Was ist Linux?


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Geschichte von Linux

Die Geschichte von Linux lässt sich nicht ohne die von UNIX darstellen, denn Linux ist ein Unix-Clone.  In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts arbeitete man am MIT (Massachusetts Institute of Technology), bei den Bell Labs von AT&T (American Telephone & Telegraph Company) und bei GE (Gerneral Eltectrics) ans einem neuen Betriebssystem mit dem Namen MULTICS (Multiplexed Information and Comupting Service).  Auch Ken Thompson war an diesem Projekt beteiligt. Neben seiner Arbeit beschäftigte er sich mit der Entwicklung eines Spiels mit dem Namen "Space Travel". Als sich herausstellte, dass der von ihm verwendete Rechner zu langsam für dieses Spiel war und auch zu teuer, nahm er eine von Dennis Ritchie gebotene Gelegenheit wahr, das Spiel auf die schneller DEC PDP-7 zu portieren. Im Prinzip schrieb er Unics, wie Unix zuerst hieß, als Plattform für sein Spiel "Space Travel".  Der Name UNIX (Unics) ist ein Akronym für "UNIX is  Not multics".
Die erste UNIX-Version "Unics" für eine DEC PDP-7 entstand 1969. Thompson verwendete in seinem Betriebssystem wesentliche Ideen und Konzepte, die er bei seinen Arbeiten an Multics kennengelernt hatte, wie dass nur der Betriebssystem-Kernel, also der Unix-Kernel, über Gerätetreiber direkten  Zugriff auf die Hardware haben darf.  Die Zugriffe auf die Gerätetreiber werden auf logischer Ebene zu Zugriffen auf spezielle Dateien im Dateisystem, d.h.  Dateien und Geräte sind aus der Sicht des Benutzers oder der Prozesse vereinheitlicht.  UNIX war nicht irgendein Betriebssystem, sondern es war für Hacker "The Real Thing", also  "das (einzig) Wahre".

Linus Torvalds, Permission is granted to copy, distribute and/or modify this images of Linux Torvalds under the terms of the GNU Free Documentation LicenseIm Dezember 1969 wurde nicht nur Unix geboren, sondern am 28. Dezember gab es noch in Finlands Hauptstadt Helsinki eine von der Öffentlichkeit wenig beachtete Geburt: Linus Benedict Torvalds. Er war es, der 22 Jahre später die Entwicklung von Linux initiierte und er ist auch heute noch die treibende Kraft hinter dem Betriebssystem. Ursprünglich hatte er nicht vor ein komplettes Betriebssstem zu schreiben, ja noch nicht einmal  einen vollständigen Kernel. Ihm ging es anfänglich nur darum sein Verständnis der Funktionsweise des 80386-Prozessors zu vertiefen. Er begann mit einer Terminal-Emulation. Ein Programm, welches abwechselnd die Buchstaben A und B auf den Bildschirm schrieb. Seine "Spielereien" baute er sukzessive aus, bis es zu einem fertigen Betriebssystem geworden war, welches er in einem Usenet-Posting an comp.os.minix in aller Bescheidenheit der Minix-Gemeinde ankündigte:

"... Ich mache ein (freies) Betriebssystem für 386(486)er AT-Clones (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell wie GNU sein) ..."

Eigentlich sollte Linux nach dem Willen von Linus Torvalds Freax heißen, eine Wortschöpfung aus Freak (Verrückter, aber auch jemand, der sich für etwas begeistert), Free für Freie Software und dem oftmals üblichen x in Anspielung auf die Ähnlichkeit zu Unix.
Ganz am Anfang der Programmierung des Betriebssystems hatte Torvalds etwa ein halbes Jahr lang die Dateien unter Freax abgelegt. Auch den Namen Linux hatte sich Torvalds bereits überlegt, er erschien ihm aber zu egoistisch. Um anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, am Betriebssystem mitzuarbeiten oder Verbesserungsvorschläge zu machen, sollten die Dateien auf dem FTP-Server (ftp.funet.fi) der Helsinki University of Technology (HUT)[1] abgelegt werden.

Im September 1991 tauchte dann zum ersten Mal der Name Linux auf. Bisher hatte Linus seine Dateien in einem Arbeitsverzeichnis mit dem Namen Freax abgelegt. Der damalige Server-Verantwortliche  Lemmke benannte den Bereich am Server in eigener Regie in Linux um. Torvalds, dem dieser Name als zu egoistisch erschien, akzeptierte diese Entscheidung, vor allem deshalb, weil es ihm auch als der bessere Name erschien.


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Foto linke Seite (Mann mit Strick und Colt): Foto: © Ljupco Smokovski, fotolia 984022